„Get over Lovesickness“ – die Meditations-App gegen Liebeskummer

Liebeskummer bedeutet sowohl für den Körper als auch für den Geist vor allem eins: Stress. Während im Kopf das reinste Gefühls- und Gedankenchaos herrscht, befindet sich der Körper im Alarmmodus und schüttet große Mengen an Stresshormonen aus. Eine Meditations-App soll dabei helfen, die Belastung, die ein gebrochenes Herz mit sich bringt, zu bewältigen. 

Quelle: Pixabay / geraltPixabay-Lizenz

Liebeskummer mit Meditation bekämpfen

Meditation besteht aus gesungenen Mantras und stundenlangem Rumsitzen im Lotussitz? Entgegen des gängigen Vorurteils sind sich Meditierende und Forscher einig: es steckt mehr hinter der buddhistischen Tradition, als zunächst offensichtlich ist. Denn aktuellen Studien zufolge lindert die mentale Praxis nicht nur Angsterkrankung und Depressionen – sondern auch das Herzensleid Liebeskummergeplagter. 

Wer durch eine Trennung eine wichtige Bezugsperson verliert, steht häufig unter enormen Stress. Die Anwendung achtsamkeitsbasierter Meditationstechniken soll Betroffene dabei unterstützen, negative Gefühle und Gedanken anzunehmen und zu verarbeiten, anstatt sie nur zu verdrängen. So soll durch die Auseinandersetzung mit dem Verlust eine gesunde Trauerbewältigung möglich werden. 

Meditation lindert physiologische Schmerzen

Einen neuen, interessanten Hinweis darauf, dass Meditation eine wirksame Behandlungsmethode bei Liebeskummer sein kann, liefert eine Studie der Harvard Medical School in Boston. Diese zeigt, dass geführte Meditationen unter anderem physiologische Schmerzreize abmindern kann.

Um das nachzuweisen, verpasste der amerikanische Psychologe Tim Ward den Studienteilnehmern elektrische Schocks, deren Schmerzreiz ungefähr mit dem Stich einer Nadel zu vergleichen war. Probanden, die zuvor eine Achtsamkeitsmeditation durchgeführt hatten, bewerteten diesen Reiz im Anschluss als signifikant weniger schmerzhaft als nicht-meditierende Studienteilnehmer. 

Da dieselben Hirnareale, die für die Entstehung physiologischer Schmerzen verantwortlich sind, auch bei Liebeskummer aktiviert werden, ist die Annahme sinnvoll, dass Mediation auch hier ein effektiver Behandlungsansatz sein kann.

„Get over Lovesickness“

Diese Auffassung vertritt auch Hypnosetherapeutin und Meditationstrainerin Kim Fleckenstein. Ihre App „Get over Lovesickness – Liebeskummer überwinden mit Hypnose“ sollErwachsene und junge Menschen gleichermaßen bei der schnellen und gesunden Verarbeitung von Herzschmerz unterstützen. Das 39-minütige Entspannungsprogramm, das mentales Coaching und Techniken der klassischen Hypnose miteinander verknüpft, soll den Teilnehmern die Bewältigung negativer Emotionen erleichtern und sie in „Ihren persönlichen Kontrollraum Ihrer Gedanken und Gefühle“ führen. Durch gezielte Suggestionen der Therapeutin sollen schmerzhafte Erinnerungen gelöst und alter Ballast abgelegt werden.

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